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Behandlungsmethoden

Nicht immer ist nur eine Ursache für Rückenschmerzen verantwortlich. Fünf wesentliche unterschiedliche Typen von Schmerzursachen sind zu unterscheiden. Jede von ihnen erfordert spezifische Therapiekombinationen, die wir unserer Praxis (ambulant und stationär) durchführen.

 Schmerzursache  Geeignete Therapien
Bandscheibenvorfall mit Nervenwurzelkompression und Schmerzausstrahlung (z. B. Ischias)

Nervenwurzelblockaden der Hals-, Brust-, und Lendenwirbelsäule

Kathetertechnik nach Prof. Racz

Verwachsungen nach Bandscheibenoperationen

Nervenwurzelinfiltration der Hals-, Brust-, und Lendenwirbelsäule

Kathetertechnik nach Prof. Racz

Arthrose der Wirbelgelenke mit lokalem Rückenschmerz

Wirbelgelenksinfiltration der Hals-, Brust-, und Lendenwirbelsäule

Verödung von Schmerznerven an den Wirbelgelenken (Hitzesondenbehandlung)

Wirbelgleiten mit Instabilität
(angeboren oder degenerativ)

Verödung von Schmerznerven an den Wirbelgelenken (Hitzesondenbehandlung)

Muskuläre Verspannungen mit Triggerpunkten

Botulinum-Toxin Behandlung

 

Unser Leistungsspektrum

Unsere Praxis ist spezialisiert auf die Behandlung von Wirbelsäulenbeschwerden. Der Schwerpunkt liegt in der interventionellen und minimalinvasiven Schmerztherapie.

  • Nervenwurzelblockaden durch bildwandlergesteuerte Injektionen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
  • Wirbelgelenksinfiltration durch bildwandlergesteuerte Injektionen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
  • Hitzesondenbehandlung der Wirbelgelenke (Facettengelenksdenervierung)
  • Botulinum-Toxin Behandlung
  • Schmerzkatheter nach Prof. Racz

Daneben bieten wir aber auch das gesamte Leistungsspektrum der konservativen Orthopädie an, unter anderem folgende allgemeine und spezielle orthopädische Behandlungen:

  • Röntgen- und Ultraschalldiagnostik des gesamten Stütz- und Bewegungsapparates
  • Sportunfälle und Sportschäden
  • Chirotherapie
  • Innovative Arthrosetherapie, z.B. Pulsierende Signaltherapie (PST)
  • Arbeitsunfälle, Schulunfälle und deren Folgeschäde
  • Migräne- und Tinnitustherapie
  • Osteoporose -Therapie
  • Akupunktur
  • Kinderorthopädie

 


Nervenwurzelinfiltration

Bei dieser Behandlung werden die Schmerz verursachenden Nervenwurzeln der Wirbelsäule zielgenau mit schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten umspült.  

Die Methode ist besonders bei akut auftretenden in die Beine ausstrahlenden Rückenschmerzen (Ischiasschmerzen) sowie auch bei akuten und chronischen bandscheibenbedingten Nervenschädigungen geeignet. 

Die Behandlung erfolgt unter Verwendung eines Bildwandlers, einem speziellen Röntgengerät. Unter Gabe eines Kontrastmittels wird die betroffene Nervenwurzel exakt lokalisiert. Danach erfolgt die zielgenaue Infiltration der Medikamente durch eine spezielle Injektionsnadel. Wir führen den Eingriff sowohl an Hals-, Brust und Lendenwirbelsäule durch.

Die Behandlung erfolgt in unserer Praxis mit einem geringen Zeitaufwand. Es sind in der Regel keine körperlichen Einschränkungen zu erwarten.

Indikationen:

  • Akute oder chronische Schmerzen durch bandscheibenbedingte Nervenwurzelreizungen
  • Bandscheibenvorwölbung /Bandscheibenvorfall
  • Akute Wurzelreizung („Hexenschuß“)
  • Nervenwurzelreizsyndrome mit Schmerzausstrahlung in Arme und Beine
  • Beschwerden nach Bandscheibenoperation (Postnukleotomiesyndrom)

Facettengelenksinfiltration

Bei dieser Behandlung werden die Schmerz verursachenden Wirbelgelenke (Facettengelenke) zielgenau mit schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten infiltriert.

Die Behandlung erfolgt unter Verwendung eines Bildwandlers und gegebenenfalls unter Gabe eines Kontrastmittels. Das schmerzende Wirbelgelenk wird somit exakt lokalisiert. 

Danach erfolgt die zielgenaue Infiltration von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten durch eine spezielle Injektionsnadel. Wir führen den Eingriff sowohl an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule durch.

Die Behandlung erfolgt in unserer Praxis mit einem geringen Zeitaufwand. Es sind in der Regel keine körperlichen Einschränkungen zu erwarten.

Indikationen:

  • Verschleiß der Wirbelgelenke (Facettengelenksarthrose)
  • Lokale Wirbelsäulenschmerzen ohne Ausstrahlung in Arme oder Beine (Pseudoradikulärer Schmerz)
  • Diagnostische Abklärung zum Therapieerfolg einer Hitzesondebehandlung

Hitzesondenbehandlung

Bei dieser Behandlung wird die Leitfähigkeit der schmerzleitenden Nervenfasern der Wirbelgelenke mittels Verödung (Koagulation) unterbrochen. Diese Methode ist besonders bei degenerativem Verschleiß bzw. Arthrose der Wirbelgelenke (Facettengelenke) sinnvoll, Versteifungsoperationen können vermieden werden.

Die Behandlung erfolgt unter örtlicher Betäubung. Die betroffenen Wirbelgelenke werden mittels Röntgenkontrolle lokalisiert. Danach wird eine Thermosonde eingeführt und an die Schmerz verursachenden Nerven platziert. Nach einer weiteren Gabe von lokalem Betäubungsmittel wird die Sonde erhitzt und somit die Verödung der Nervenfasern erreicht.

Die Behandlung erfolgt ambulant. Direkt nach dem Eingriff sollte mit Krankengymnastik und gegebenenfalls weiteren physiotherapeutischen Maßnahmen begonnen werden. Leichte körperliche Tätigkeiten sind unmittelbar danach wieder möglich, auch körperliche Belastungen und Sport sind frühzeitig wieder möglich.

Indikationen:

  • Schmerzsyndrom ausgehend von degenerativ veränderten Wirbelgelenken (Verschleiß-Syndrom)
  • Arthrose der Wirbelgelenke
  • Wirbelgleiten (Angeborenes)
  • Instabilität nach Bandscheiben- und Wirbelsäulenoperationen


Racz-Schmerzkatheter

Bei dieser Therapie wird mittels eines Katheters ein schmerz- und entzündungshemmendes Medikamentengemisch sowie konzentrierte Kochsalzlösung an den Ort des Bandscheibenschadens eingebracht. Dadurch wird eine Schrumpfung des Bandscheibenvorfalls sowie eine Abschwellung der betroffenen Nervenwurzeln erreicht. 

Unter örtlicher Betäubung bzw. im Wachschlaf wird der Racz-Katheter in den wirbelsäulennahen Raum (Epiduralraum) eingeführt. Mittels eines speziellen Röntgengerätes und unter Kontrastmittelgabe wird die Katheterspitze so platziert, dass eine exakte, zielgenaue Behandlung des betoffenen Bandscheibenvorfalls möglich ist.

Bei bereits an der Wirbelsäule operierten Patienten wird zusätzlich eine spezielle Enzymlösung injiziert, die Vernarbungen und Verklebungen in der Umgebung der Nervenwurzel löst, die durch vorangegangene 
Operationen entstanden sind.

Das legen des Katheters dauert nur ca. 20 Minuten, schon eine Stunde nach der Behandlung kann der Patient wieder umhergehen. Der Eingriff wird stationär durchgeführt, die Dauer beträgt in der Regel drei Tage. Während dieser Zeit erhält der Patient insgesamt mehrere Nachinjektionen über den liegenden Katheter mit der beschriebenen Mischung aus Medikamenten und Kochsalz. Der Katheter verbleibt dabei während des stationären Aufenthaltes unverändert im Epiduralraum.

Eine krankengymnastische Nachbehandlung sollte sich nach ca. zwei Wochen anschließen. Gewohnte körperliche und sportliche Tätigkeiten können in der Regel ebenfalls nach ca. einer Woche wieder aufgenommen werden.
Indikationen:

  • Akute und chronische Schmerzen durch Bandscheibenvorwölbung oder Bandscheibenvorfall (Nervenwurzelreizung)
  • Schmerzen nach Bandscheibenoperation (Postnukleotomiesyndrom)
  • Nervenwurzelreizungen durch mechanische Irritation des Bandscheibengewebes
  • Postoperative Narbenbildung (Fibrose) mit Nervenwurzelirritation


Botulinum-Toxin

Durch Injektion kleinster Mengen von Botulinum-Toxin direkt in die verspannten Muskelfasern (die sogenannten Triggerpunkte) kommt es zur Durchbrechung des Teufelskreises aus Schmerzen – Fehlhaltung – Verspannung – Schmerzverstärkung. In geringer Dosis unterbricht Botulinum-Toxin die Übertragung der Impulse von den Nervenfasern auf die Muskulatur. Dadurch kommt es zu einer vorübergehenden Schwächung der schmerzhaft verspannten Muskelfasern – sie erschlaffen. Spannungsbedingte Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen werden deutlich gelindert. 

Botulinum-Toxin wird von dem Bakterium clostridium botulinum gebildet. Es wird seit mehr als zwanzig Jahren in der Medizin, vor allem bei krankhaft erhöhtem Muskelspasmus, eingesetzt. Seit mehreren Jahren wird es in der USA auch zur Behandlung von chronischen Schmerzen erfolgreich eingesetzt.

Durch diese neue Therapie werden die Schmerzen ursächlich am Ort des Entstehens, nämlich den muskulären Triggerpunkten erfolgreich behandelt.

Auf die Gabe von sonstigen muskelentspannenden Medikamenten kann weitgehend verzichtet werden. Unangenehme Nebenwirkungen solcher Medikamente (besonders auftretende Müdigkeit) sowie die Gefahr der Abhängigkeit bleiben aus.

Eine spürbare Wirkung tritt 2-10 Tage nach der Behandlung ein und hält ca. 3-6 Monate an. Die Behandlung kann danach im Bedarfsfall mehrfach wiederholt werden (frühestens nach 3 Monaten). Dabei ist sogar mit einer Verstärkung der Wirkung bzw. Verlängerung der Wirkdauer zu rechnen.

Die Behandlung erfolgt in unserer Praxis. Eine spezielle krankengymnastische Nachbehandlung ist nicht notwendig. Körperliche und sportliche Tätigkeiten können unmittelbar nach der Behandlung wieder aufgenommen werden, die 
Arbeitsfähigkeit ist nicht beeinträchtigt.

Indikationen:

  • Muskulär bedingte Hals-, Brust- und Rückenschmerzen mit Triggerpunkten ohne Wurzelreizsyndrom (z.B. durch Fehlhaltung)
  • Spannungsbedingte Formen der Migräne
  • Chronische Schmerzen nach Schleudertrauma mit posttraumatischen Nackenverspannungen


Arthrosetherapie

Arthrose ist ein Volksleiden, von dem in Deutschland über 22 Mio. Menschen betroffen sind. Oft ist sie das Ergebnis von mangelnder Bewegung, Übergewicht oder chronischer Überbelastung der Gelenke. Sie tritt jedoch auch häufig als altersbedingter Verschleiß oder nach Sportverletzungen bzw. Unfällen auf. 

Arthrose ist eine nicht-entzündliche Verschleißerkrankung des Gelenkknorpels. Durch den Verschleiß wird im Laufe der Zeit auch die wichtige Gelenkflüssigkeit, die als Schmiermittel und zugleich Stoßdämpfer wirkt, verbraucht – der Schmiermechanismus geht verloren. Am häufigsten betroffen sind Hüft-, Knie- und Sprunggelenke sowie die Fingergelenke. Im Laufe der Erkrankung kommt es zu zunehmender schmerzhafter Bewegungseinschränkung, Schwellung und Überwärmung des betroffenen Gelenkes. 

Gemäß unserer Philosophie versuchen wir auch bei Arthrose belastende Operationen so lange als möglich zu vermeiden. Neben den herkömmlichen, konservativen Methoden mit physikalischen und krankengymnastischen Anwendungen sowie der medikamentösen Behandlung setzen wir dabei vor allem auf zwei innovative Verfahren zur Arthrosetherapie.

Regeneration des Gelenkes durch Hyaluronsäure-Injektionen:
Hyaluronsäure ist eine natürliche Substanz des Körpers, die im Gelenk als Schmiermittel und Aufbausubstanz für den Knorpel dient. Wir injizieren bei dieser Therapie ein Hyaluronsäurepräparat direkt in den betroffenen Gelenkraum. Dadurch werden die Knorpelzellen zur Regeneration und die Gelenkschleimhaut zur Produktion von Gelenkflüssigkeit angeregt. Die schmerzbefreiende Wirkung und eine bessere Beweglichkeit setzen oft schon nach den ersten Injektionen ein. Drohende Operationen können oft vermieden werden.

Pulsierende Signaltherapie (PST):
Für die Funktionsfähigkeit und Regeneration des Gelenkknorpels sind auch bestimmte elektrische Ströme, die das Gelenk umgeben, verantwortlich. Bei einer Arthrose sind diese elektrischen Felder gestört. Die PST stimuliert die natürlichen Signale des Körpers, die das Knorpelgewebe zur Regeneration benötigt und fördert somit den Regenerationsprozess. PST-Signale werden über eine Spule direkt in das zu behandelnde Gelenk gesendet. Die völlig schmerzfreie Behandlung dauert 60 Minuten und sollte an 9-12 aufeinander folgenden Tagen durchgeführt werden.  

Indikationen:

  • Gelenkverschleiß an Hüfte, Knie, Sprunggelenk, Fuß, Fingergelenken
  • Kniescheibenveränderungen, Meniskusbeschwerden, Knorpelschäden, Fersenporn, Tennis- und Golferellebogen, Sehnenscheidenentzündung
  • Verzögerte Heilung nach Knochenbrüchen


Stoßwellentherapie

Methode Swiss Dolorclast

 Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie handelt es sich um ein hochenergetisches Verfahren. Stoßwellen werden über die Hautoberfläche in das Gewebe übertragen und verursachen durch ihre sehr hohe Energie Mikroläsionen im Bereich des betroffenen Gewebes. Hierdurch kommt es zu einer Durchblutungssteigerung, die speziell an Sehnenansätzen zu einer Unterbrechung der Entzündung führt und den Abtransport von schädlichen Metaboliten beschleunigt.

Durch diese angewandte Schmerztherapie werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert und der Stoffwechsel dank der stärkeren Durchblutung und der Bildung von Blutgefäßen erhöht. Zudem wird der Heilungsprozess durch Zellregeneration angeregt und beschleunigt.

Die Stoßwellentherapie lindert Schmerzen schon nach wenigen Tagen, nach der ersten Behandlung.

Durch Trigger-Areale wird der Muskel anfällig für Verletzungen, weil er verkürzt, verhärtet und enelastisch ist. Die Funktionalität von kontraktilen, serienelastischen und parallelelastischen Elementen im Muskel ist beeinträchtigt, wodruch der Muskel geschwächt wird – was wiederum zu einer Kraft- und Ausdauerverminderung führt. Durch eine erhöhte Zugspannung des Muskels insbesondere unter Belastung werden Sehnen, Sehnenscheiden und Sehnenansätze überbeansprucht, wodurch eine frühzeitige Degeneration und Verletzungsanfälligkeit entsteht. Als weitere Folge dieser Sehnenüberbelastung treten sogenannte Achsendeformitäten auf, die zu einer mechanischen Überbelastung einzelner Gelenkabschnitte führt, wodurch sekundäre Arthrosen entstehen können.

Die Stoßwellentherapie führen wir bei folgenden Indikationen bzw. Diagnosen durch:

  • Schmerzhafte Reizungen der Sehnenansätze durch über- oder Fehlbelastung bzw. degenerative Prozsse
  • Akute und chronische Schmerzen, z.B. im Rücken-, Schulter- oder Nackenbereich durch dauerhaft verkürzte und verdickte Muskelabschnitte
  • Schmerztherapie durch Behandlung von Akupunkturpunkten
  • Tennis- / Golfellenbogen
  • Achillodynie
  • Fersenschmerz

Die Stoßwellentherapie führt zu folgenden Soforteffekten:

  • Schmerzreduktion
  • Muskelverlängerung
  • Entspannung
  • vergrößertes Bewegungsausmaß der Gelenke
  • Steigerung der Kraft

Durch zusätzliche krankengymnastische und physikalische Therapiemaßnahmen in Kombination mit der extrakorporalen Stoßwellentherapie ist es bei den bereits behandelten Patienten zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden gekommen.